Auf dieser Seite: "Aktuelle Mitteilungen aus dem Department" und Nachrichten aus der Forschung".

Nachrichten aus der Forschung

  • 15. April 2016
    Der "Ein-Atom-Motor"

    Vakuumkammer Blick in Vakuumkammer, in der sich die Atom-Falle befindet. (Bild: Johannes Roßnagel).
    Den kleinsten Motor der Welt haben jetzt Physiker der FAU zusammen mit Kollegen der Universitäten Mainz und Kassel konstruiert: Die winzige Maschine besteht aus nur einem einzigen Atom und ist in der Lage, effektiv Wärme in Kraft umzuwandeln. Darüber berichten sie jetzt in dem renommierten Forschungsmagazin Science.
    Seit der industriellen Revolution spielen Wärmekraftmaschinen in unserer Gesellschaft eine entscheidende Rolle. Sie wandeln Wärme in Bewegung und trieben bzw. treiben zum Beispiel als Dampfmaschinen oder Motoren Fahrzeuge an. Ihr Funktionsprinzip ist recht einfach: Eine luftdichte Kammer wird erhitzt und wieder abgekühlt, wodurch sich das darin befindliche Gas ausdehnt und zusammenzieht. Durch die Druckschwankungen wird ein Kolben auf und ab bewegt, der über eine Kurbelwelle ein Schwungrad antreibt.
    Dieses Prinzip wenden die Wissenschaftler um Prof Dr. Ferdinand Schmidt-Kaler von der Universität Mainz, Prof. Dr. Kilian Singer von der Universität Kassel und Prof. Dr. Eric Lutz von der Universität Erlangen-Nürnberg auf ein einziges elektrisch geladenes Kalzium-Atom an. Vier nur wenige Millimeter lange Metallstäbchen halten das Teilchen in der Schwebe. Mithilfe eines elektrischen Rauschsignals wird das Atom dann in heftige Schwingungen versetzt und so aufgeheizt. Im zweiten Schritt wird es wieder abgekühlt, indem man seine Bewegungen abbremst. Dazu beschießen die Wissenschaftler das Atom mit einem Laserstrahl. Durch das Aufheizen und Abkühlen wird das Atom in Schwingungen versetzt - vergleichbar mit dem Auf und Ab der Kolben in den Zylindern eines klassischen Motors. Mit jedem Aufwärm- und Abkühlzyklus vergrößert das Atom seinen Schwingungsradius und speichert so Energie.
    Zur ausführlichen Pressemeldung der FAU...

  • 16. März 2016
    Erlanger Astrophysiker erforschen Beschleuniger galaktischer kosmischer Strahlung mit beispielloser Energie

    Hess H.E.S.S.-Array in Namibia. (Bild: C. Föhr, MPIK)
    Einem internationalen Forscherteam unter federführender Beteiligung des Erlangen Centre for Astroparticle Physics (ECAP) der FAU ist es gelungen, zum ersten Mal eine Quelle galaktischer kosmischer Strahlung mit Petaelektronvolt-Energie zu identifizieren: Das supermassive schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße. Eine detaillierte Analyse neuester Daten aus den Teleskopen des High Energy Stereoscopic System (H.E.S.S.) legt diesen Schluss nahe. Seit mehr als 10 Jahren kartographieren Wissenschaftler mit diesem empfindlichsten Teleskop seiner Art in Namibia das Zentrum der Milchstraße in höchstenergetischer Gammastrahlung. Die Ergebnisse werden am 16. März 2016 im Fachjournal Nature veröffentlicht. Zur ausführlichen Pressemeldung der FAU...

  • 10. Dezember 2015
    Prototyp eines Einzelteleskops für das weltweit größte Gammastrahlenteleskop wurde eingeweiht

    / Die Gäste der Einweihungsfeier vor dem Prototypen des Gamma-ray Cherenkov Telescope. (Bild: Akira Okumura)
    Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Stefan Funk am Department Physik hat Anfang Dezember auf dem Gelände des Observatoire de Paris in Meudon den Prototypen des "Gamma-ray Cherenkov Telescope" (GCT) gefeiert, der für das Cherenkov Telescope Array (CTA) entwickelt wurde. Das CTA wird mit seinen rund 100 Einzelteleskopen das größte Gammastrahlenteleskop der Welt sein und die Empfindlichkeit bisheriger Teleskope um den Faktor 10 übertreffen. Bereits wenige Tage vor seiner offiziellen Einweihung hatte das GCT sein erstes Cherenkow-Licht, also Bilder von atmosphärischen Teilchenschauern, aufgenommen ‐ als erstes für das Cherenkov Telescope Array (CTA) vorgesehenes Teleskop überhaupt. Mehr ...

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Aktuelles

  • 15. April 2016
    Wissenschaftsrat empfiehlt ECAP-Forschungsbau

    Bild: Aurore Simmonnet, Sonoma State University


    Der Wissenschaftsrat hat in seiner heutigen Sitzung das ECAP Laboratory zur Förderung empfohlen. Dieser Forschungsbau der FAU mit einer Nutzfläche von etwa 3.500 Quadratmetern und Gesamtbaukosten in Höhe von 40 Mio. Euro (darunter Ersteinrichtungskosten in Höhe von 5 Mio. Euro) soll auf dem Erlanger Südgelände in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Instituten des Departments Physik und dem Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts entstehen. Der Bau ist für 148 Nutzer entworfen und wird Anfang 2022 bezugsfertig sein. Er wird eine exzellente Forschungsinfrastruktur für die Forschung in der Astroteilchenphysik bereitstellen, die an der FAU im Erlangen Centre for Astroparticle Physics (ECAP) gebündelt ist.
    Zur ausführlichen Pressemeldung der FAU...

  • 15. März 2016
    Frederic P. Schuller erhält den Ars legendi-Fakultätenpreis für Physik

    Foto: F.P. Schuller


    Der mit 5000 € dotierte Ars-legendi Preis Mathematik und Naturwissenschaften wird jährlich vom Stifterverband für herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung verliehen.
    Die Preisverleihung findet am 5. April im Science-Center ExperiMINTa in Frankfurt/Main statt.





  • 11. März 2016
    Erlanger Wissenschaftler wird Leiter der deutschen Strahlenphysiker


    Auf der Tagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft vom 29.2. bis 4.3. in Hamburg wurde Privatdozent Dr. Thilo Michel von der FAU zum Vorsitzenden des Fachverbands Strahlen- und Medizinphysik gewählt. In diesem 1958 gegründeten Fachverband haben sich 1248 Mitglieder zusammengeschlossen, die an der Anwendung physikalischer Vorgänge in medizinischer Diagnostik und Therapie sowie an Nachweisverfahren ionisierender Strahlung forschen oder daran Interesse haben.




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